Solidaritätmit dem CVJM Ostjerusalem/Palästina

Lasst uns beten und Solidarität zeigen - auch in einer Krise denken wir in ökumenischer Verbundenheit an unsere (fernen) Nächsten

Ein Virus hält die Welt in Atem und verändert das tägliche Leben. Als Christinnen und Christen denken wir in diesen Tagen nicht nur an die Situation in Deutschland, sondern stehen auch in Kontakt mit unseren Schwestern und Brüdern im CVJM Ostjerusalem/Palästina. Wir sind verbunden mit Menschen, die wie wir mit dieser besonderen Situation umgehen müssen. Bethlehem ist vollständig abgeriegelt, über Ostern werden in der Westbank fast alle Devisen-Einnahmen ausfallen und im Gaza-Streifen gibt es bislang für knapp 2 Millionen Menschen ganze 200 (zweihundert) Test-Sets und die Möglichkeiten, Infizierte zu behandeln sind ausgesprochen bescheiden.

Es ist etwas Besonderes und Wertvolles, dass wir als Partner nicht nur in einer Partnerschaft miteinander unterwegs sind. Wir sind eine Gemeinschaft, die zueinander steht. 

Von Peter Nasir, Generalsekretär des East Jerusalem YMCA, haben wir nun aktuelle Nachrichten bekommen:

„Die Situation hier ist nicht gut. Wir haben die YMCA-Zentren und alle Programme und Angebote in Beit Sahour, Ramallah, Jericho und Jerusalem geschlossen. In Jerusalem ist derzeit eine Teilabsperrung in Kraft. Bethlehem ist seit dem 5. März komplett abgeriegelt. Das YMCA-Personal unserer Zentren hat sich bereit erklärt, nur 70% der Gehälter in Anspruch zu nehmen, ab April 50% des Gehalts. Wir haben kein Geld, um die Gehälter zu bezahlen. Normalerweise decken wir die Ausgaben durch die Mitgliedsbeiträge der YMCA-Fitnessstudios und die Schwimmkurse ab, aber all das ist derzeit geschlossen.

Wir bereiten einen Notfallaufruf vor, um die laufenden Kosten für unseren Betrieb und sonstige zu erwartetende finanzielle Auswirkungen der Schließung zu decken.“

Wir werden an dieser Stelle weiter über die Situation beim East Jerusalem YMCA berichten.

Pfr. Reinhard Hauff